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Gerbrunn

Kommunalpolitischer Aschermittwoch► 2019

Kommunalpolitischer Aschermittwoch der SPD Gerbrunn:

Stefan Wolfshörndl bewirbt sich um eine weitere Amtszeit als Bürgermeister

Auf dem gutbesuchten traditionellen kommunalpolitischen Aschermittwoch der SPD in der Kulturbühne „Alte Feuerwehr“ hat Stefan Wolfshörndl seine erneute Kandidatur für das Bürgermeisteramt bei der Kommunalwahl 2020 angekündigt. Damit hat er Spekulationen über mögliche Wechsel in andere Positionen beendet, was mit großem Beifall der zahlreichen Gäste aufgenommen wurde.

In seinem Rückblick streifte er die Entwicklung der letzten Jahre, deren Meilensteine unter anderem die Einrichtung der Kulturbühne in der Alten Feuerwehr, der Ausbau der Kinderbetreuung oder die Erschließung des Baugebiets Kirschberg III, waren. Dabei war der Einstieg in die Städtebauförderung für die Entwicklung der Gemeinde immens wichtig.

Diese und viele weitere Ideen konnten durch ein gutes Miteinander im Gemeinderat erreicht werden - sogar bei sinkender Verschuldung.

Diese Erfolge sind für Stefan Wolfshörndl kein Grund, sich zurückzulehnen: der Siedlungsdruck ist ungebrochen, Wohnraumbedarf weiter hoch, die Altortsanierung wird die Gemeinde noch einige Jahre beschäftigen und, nicht zu vergessen, Klimawandel oder das Bienensterben müssen bewältigt werden. Auch für die ältere Generation muss etwas getan werden - Tagespflege und neue Wohnformen für Senioren stehen auf der Tagesordnung. Diese Herausforderungen will Wolfshörndl mit seinem GerbrunnPLAN mit den Schwerpunkten Wohnen, Mobilität und Umwelt meistern:

Angesichts des ungebrochenen Bedarfs an Wohnraum müssen vor allen Dingen Möglichkeiten der Nachverdichtung und Bestandsgrundstücke geprüft werden, bevor man neue Baufelder ausweist. Erste Schritte hat der Gemeinderat mit einem anstehenden Workshop Innen/Außenentwicklung bereits eingeleitet, so der Bürgermeister. Um neue Wege zu testen, ist ein Modellversuch mit kleinen, platzsparenden Wohnungen oder Häuser, sogenannte „Tiny Houses“ , angestoßen worden, was bei den Besuchern des Abends durchaus auf Interesse stieß. „Das passt doch gut zu einer weltoffenen Gemeinde am Rande der Universität“, so ein Teilnehmer des Aschermittwochs.

Beim Thema Mobilität steht der ÖPNV mit der Linie 14 im Vordergrund. Hier gab es in der Vergangenheit Grund zur Klage, dies soll verbessert werden, auch im Hinblick auf die anhaltende Diskussion zur Straßenbahnlinie 6. Mit dem Car-Sharing Angebot und zwei stationieren Autos hat die Gemeinde genauso auf moderne Mobilität reagiert wie mit einer Elektro-Ladestation für E-Bikes die bei Bedarf auch für E-Autos erweitert werden können.

Im Hinblick auf den Volksentscheid Artensterben verwies Wolfshörndl auf die bereits seit Jahren in Gerbrunn durchgeführten Maßnahmen wie Blühstreifen oder ganze Äcker, die die Gemeinde aber auch private Landwirte für Insekten, Bienen und Schmetterlinge aufwerten. Aufgefordert ist aber auch jeder private Grundstücksbesitzer - Steingärten vorne und Mähroboter hinten im privaten Garten helfen der Natur wenig.

Bei den anstehenden Projekten legt Stefan Wolfshörndl weiterhin großen Wert auf die Bürgerbeteiligung, so wird es in näherer Zukunft Bürger-Workshops unter anderem zu den Themen Schießanlage Roßsteige und Zukunft des alten Bauhofs geben.

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat. Gegenseitige Blockierungen hat es - im Gegensatz zu anderen Gemeinden im Landkreis – in Gerbrunn nicht gegeben. Die meisten Projekte wurden einstimmig auf den Weg gebracht. „Wir diskutieren in der Sache, reiben unsere Argumente, entscheiden und packen dann gemeinsam an“ meint Wolfshörndl.

Angesichts der Globalisierung und weltweiten Umweltprobleme ist auch die Kommunalpolitik untrennbar mit der großen Politik verwoben, eine Einbettung in einen europäischen Rahmen ist unabdingbar. Deshalb hat die kommende Europawahl auch für Gerbrunn große Bedeutung, Stefan Wolfshörndl bittet alle zur Wahl zu gehen und dem aufkommenden Nationalismus mit ihrer Stimmabgabe für europafreundliche Parteien mit einem klaren Votum entgegenzutreten.

In der anschließenden Diskussion wurde das neue Gewerbegebiet angesprochen. Wolfshörndl betonte, dass einerseits die Eingriffe in die Natur überschaubar bleiben, andererseits ein lokales Unternehmen in seiner Entwicklung unterstützt wird. Einem Discount-Markt oder Outlet-Center hätte der Gemeinderat nicht zugestimmt.

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