Trotz des schweren Zugunglücks und Absagen anderer Veranstaltungen fand der „Kommunalpolitischen Aschermittwoch“ der SPD Gerbrunn statt. „Der Gerbrunner Aschermittwoch der SPD lebt schon immer nicht vom Schlagabtausch der Parteien sondern von der sachlichen und offenen Darstellung der Kommunalpolitik“ begründete dies Bürgermeister Stefan Wolfshörndl. Und mit dem Gedenken Charlotte Kurth hatte er auch eine besinnliche Komponente.
Zunächst aber in guter Tradition gab Bürgermeister Stefan Wolfshörndl im Namen der Gemeinderatsfraktion und der SPD einen Überblick über das Geschehen des letzten Jahres. Nicht ohne Stolz kann festgestellt werden, dass die vielen und auch umfangreichen Projekte voran kommen, was auch an der guten Zusammenarbeit der Fraktionen im Gemeinderat liegt. Bestes Beispiel ist die der Veranstaltungsort des Aschermittwochs, die Kulturbühne „Alte Feuerwehr“. Bücherei und Café folgen im Frühjahr. Die Arbeiten an Kirschberg III haben begonnen, die große Nachfrage bestätigt das Konzept und das Festhalten der SPD am Neubaugebiet. Auch die Sanierung des Altorts mit der Umgestaltung der Parkplätze an der alten Schule und im Schulweg wird im Februar beginnen. Für den Neubau des Bauhofs liegt die Baugenehmigung ebenfalls vor. Der von der Gemeinde geforderte Verkehrskreisel an der Abzweigung der WÜ28 wird allerdings wohl nicht vor der Landesgartenschau kommen. Im Rahmen der Gartenschau und der Lokale Aktionsgruppe „Wein Wald Wasser“ sollen einige kleinere Projekte in der Gemeinde im Bereich der Naherholung verwirklicht werden. Breiten Raum gab Stefan Wolfshörndl dem Haushaltsentwurf für 2016. Dank der guten Finanzlage ist trotz der vielen Projekte keine Kreditaufnahme nötig. Das Thema dieser Tage, die Flüchtlinge, hat sich jetzt auch Gerbrunn direkt bemerkbar gemacht. Zurzeit sind etwa 60 Gäste in der Mehrzweckhalle untergebracht. Bisher verlief alles reibungslos, nicht zuletzt wegen der sehr großen Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Zusätzlich soll bereits nächstes Jahr an der Gemeindegrenze angrenzend an der Bienenstation eine größere Flüchtlingsunterkunft errichtet werden, was natürlich auch Auswirkungen auf Gerbrunn haben wird.
Im zweiten Teil des Abends trug Wolfgang Pavel einige satirische, auch nachdenkliche, ja berührende, aber immer treffende Gedichte, Lieder und „Schnipsel“ der kürzlich kurz vor ihrem 99ten Geburtstag verstorbenen Charlotte Kurth vor, immer wieder von Applaus unterbrochen. Es hätte kein besseres Motto als ihren Schnipsel „Ihre Worte waren zu Besuch“ geben können.