In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stand erneut die Sanierung des Schwimmbads und der Schulturnhalle im Mittelpunkt. Beide Projekte gehen in die nächste Runde der Planung. Die Gemeinde wird sich um Fördermittel aus dem Bundesprogramm Sportstättensanierung bewerben, um die finanzielle Umsetzung zu ermöglichen. Das Investitionsvolumen für beide Maßnahmen bleibt nach aktueller Kostenberechnung bei rund 12 Millionen Euro. Eine Realisierung ist allerdings nur mit erheblichen Fördergeldern denkbar um die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde zu erhalten. 3. Bürgermeister Stephan Herbst hierzu: „Emotional stehen wir alle hinter dem Bad, es muss jedoch die Sanierung auch bezahlbar bleiben“.
Die Verwaltung wird bis Januar 2026 die entsprechenden Bewerbungsunterlagen für die Bundesförderung einreichen. Nach Abschluss dieses Verfahrens soll der Gemeinderat erneut beraten und über das weitere Vorgehen entscheiden. Politisch steht das gesamte Gremium geschlossen hinter dem Projekt, betont jedoch, dass die Finanzierung gesichert sein muss, bevor endgültige Beschlüsse gefasst werden können.
Ein weiteres großes Bauvorhaben betrifft die Brücke an der Alten Landstraße / Roßsteige. Diese soll abgebrochen und vollständig erneuert werden. Die Kosten für den Ausbau belaufen sich auf rund 600.000 Euro, Baubeginn ist für den Sommer 2026 geplant.
Kämmerer Markus Eck legte zudem den Finanzbericht zum Stand 30. September 2025 vor. Die Gemeinde befindet sich demnach weiterhin in einer soliden, aber angespannten Finanzlage. Viele große Ausgaben stehen noch bevor – unter anderem hat der Neubau des Kindergartens in der St.-Nepomuk-Straße bereits begonnen. Eine verlässliche Finanzplanung gestaltet sich aufgrund der Vielzahl an Projekten schwierig. Insbesondere die geplanten Investitionen in die Sanierung des Hallenbads, in die Wasser-, Kanal- und Straßennetze sowie in weitere Kindergartenvorhaben und die Sanierung der Hauptstraße stellen erhebliche Belastungen für den Haushalt dar. Die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde ist dadurch langfristig nicht gesichert.
Daher betonte der Gemeinderat die Notwendigkeit, den Haushalt durch möglichst hohe Fördermittel – insbesondere für Hallenbad, Turnhalle und Städtebauförderung – zu entlasten, um die finanziellen Spielräume der Gemeinde zu erhalten.
Zum Abschluss dankte das Gremium den beteiligten Planern für die bisher geleistete Arbeit an der Hallenbadsanierung. Der Dank wurde von diesen an die Verwaltung zurückgegeben. Insgesamt zeigte sich, dass Gerbrunn für das anstehende Antragsverfahren zur Bundesförderung im Bereich Sportstätten sehr gut vorbereitet ist.