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Gerbrunn

Kommunalpolitischer Aschermittwoch► 2015

In guter Tradition gab Bürgermeister Stefan Wolfshörndl beim kommunalpolitischen Aschermittwoch der SPD Gerbrunn auch im Namen der Gemeinderatsfraktion einen Überblick über das Geschehen des ersten Jahres nach der Wahl und stellte sich den Fragen aus dem Publikum.

Nicht ohne Stolz kann festgestellt werden, dass bereits einige der vor der Wahl angesprochenen Projekte laufen oder kurz vor dem Start stehen. An erster Stelle steht hier die Altortsanierung. Das Pilotprojekt der Sanierung, der Umbau der alten Feuerwehr ist weit fortgeschritten und voll im Plan. Auch die nächsten Projekte sind mit einstimmigen Beschlüssen des Gemeinderats bereits vorangebracht. Als erster Schritt der Neugestaltung des Rathausplatzes werden die Parkplätze an der alten Schule umgestaltet. Die Verlagerung des Bauhofs mit dem baldigen Beginn des Neubaus neben der neuen Feuerwehr ist auf den Weg gebracht, damit könne die Planungen zur Nutzung des alten Bauhofs vorangetrieben werden.

Neben der Neugestaltung der Ortsmitte ist die Ausweisung des Neubaugebiets Kirschberg III ein weiteres zentrales Projekt. Nachdem die Naturschutzprüfung abgeschlossen wurde, steht die Beratung des Bebauungsplans in den nächsten Wochen im Gemeinderat an. Dass ein großer Bedarf besteht, zeigt sich an der großen Anzahl an Anfragen. Es liegen bereits doppelt so viele Anfragen vor als es Bauplätze gibt. Eine Konkurrenz durch das Hubland wird nicht befürchtet, da nach neueren Schätzungen der Bedarf im Großraum Würzburg auch durch beide Projekte nicht gedeckt sein wird. Der attraktive Stadt-Umland-Bereich wird auch weiterhin wachsen.

Der von der Gemeinde geforderte Verkehrskreisel an der Abzweigung der WÜ28 wird kommen, allerdings ist ein Bau vor der Landesgartenschau eher unwahrscheinlich, da noch nicht alle Planungsvorarbeiten abgeschlossen sind.

Die Kinderbetreuungseinrichtungen der Gemeinde sind trotz Neubaus bereits wieder voll, so muss auch hier bereits wieder über Möglichkeiten der Erweiterung nachgedacht werden.

Die Fragen aus dem Publikum betrafen vor allem Verkehrsfragen. Der Vorschlag, einen Bürgerbus einzurichten, wurde von Stefan Wolfshörndl mit Skepsis aufgenommen. Im Prinzip wünschenswert, scheitern Bürgerbusse häufig an organisatorischen und rechtlichen Fragen. Den Bewohner der Roßsteige macht die zunehmende und auch rasante Befahrung des eigentlich gesperrten Wegs zum Gut Gießhügel Sorgen, besonders auch im Hinblick auf die zukünftige Nutzung des Schießplatzes. Eine Sperrung durch Schranke erscheint nicht praktikabel, verstärkte Kontrollen der Polizei nicht zu erwarten. Eine Möglichkeit wäre der Einbau von Bodenwellen oder ähnliche Geschwindigkeits-reduzierende Maßnahmen. Diese Frage soll im Gemeinderat weiter diskutiert werden, versprach der Bürgermeister.