Gerbrunn

Bürgerversammlung über die Entwicklung des Geländes Hubland | ► 2009

Auf dem Foto von links: Oberbürgermeister Georg Rosenthal, Bürgermeister Stefan Wolfshörnd, geschäftsführender Beamter Wolfgang Schneider und WVV-Direktor Schäfer

Bürgermeister Stefan Wolfshörndl hatte zu einer außerplanmäßigen Bürgerversammlung am 24. November 2009 eingeladen, um Gerbrunnerinnen und Gerbrunner aus erster Hand über die Fortentwicklung der ehemaligen Leighton-Barracks – jetzt Hubland – zu informieren. Dazu konnte er Oberbürgermeister Georg Rosenthal und Direktor Schäfer von der WVV begrüßen. Bürgermeister Wolfshörndl zeigte sich sehr erfreut über das große Interesse und die volle Mehrzweckhalle.

OB Rosenthal ging zuerst auf die herausragende Bedeutung der Universität ein, denn ohne sie wäre Würzburg nichts. Gerbrunn profitiert ebenfalls von ihr. Die Universität ist mit über 10.000 Arbeitsplätzen auch der größte Arbeitgeber in der Stadt. Ca. 35 ha aus der Konversionsfläche sind für die Universität vorgesehen und vom Freistaat beim Immobiliendienstleister des Bundes bereits gekauft. Bis 2011, wenn die doppelten Jahrgänge der Gymnasien zur Uni kommen, sollen dort genügend Räume für Lehre und Forschung zur Verfügung stehen.

120 ha sind für Wohnen, Grün- und Freiflächen sowie Gewerbe geplant, die in verschiedenen Schritten bebaut werden. Die Stadt Würzburg wird sich für die Bayerische Gartenbauausstellung 2018 bewerben und hat dafür bereits Pläne für die Grünflächen, die 30 % des Geländes ausmachen, entwickelt.

Anschließend an das interessante Referat konnten Fragen gestellt werden. Die meisten Anfragen kamen zur Bus- und Straßenbahnanbindung für Gerbrunn. Unter anderem wurden erneut von Dirk Bräuer, dem Fraktionsvorsitzenden der SPD, die überfüllten Busse der Linie 14 zur Sprache gebracht und eine Taktverkürzung auf 15 Minuten vorgeschlagen. Er hatte dieses Anliegen bereits schriftlich und mündlich bei Herrn Schäfer, Direktor der WVV, vorgebracht. Ob das möglich sein wird, soll geprüft werden, zur Zeit sind keine weiteren Buskapazitäten vorhanden.

Da die Verkehrsbetriebe ein großes Defizit einfahren, solle Gerbrunn zur Finanzierung der Buslinie beitragen, meinte Herr Schäfer. Dagegen wehrte sich Bürgermeister Wolfshörndl mit dem Argument, dass dafür der Landkreis zuständig sei. WVV und Gemeinde Gerbrunn werden aber weiter im Gespräch bleiben und nach einer Lösung suchen.