»Gerbrunn vor der Wahl«. Unter diesem Motto hatte die SPD zum traditionellen Kommunalpolitischen Aschermittwoch eingeladen. Der Ortsvereinsvorsitzende Dirk Bräuer konnte viele Interessierte im vollbesetzten Versammlungsraum der Mehrzweckhalle willkommen heißen. Angeboten wurde wieder der bekannt gute Heringssalat, wie immer vorbereitet vom Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktion, Manfred Zink.
»Ich bin fest davon überzeugt, dass sich die Leistungsbilanz der vergangenen Wahlperiode sehen lassen kann«, sagte Bürgermeister Stefan Wolfshörndl. Zwar brauche man für Entscheidungen im Gemeinderat immer Mehrheiten, aber vieles was umgesetzt wurde, haben die SPD-Fraktion bzw. er selbst als erster Bürgermeister, angeschoben und vorbereitet.
»Wir sind 2002 angetreten um die Bürgermeisterwahl zu gewinnen und die SPD-Fraktion personell zu verstärken und beides ist uns gelungen«, so Wolfshörndl. Auch die kommenden sechs Jahre möchte er als erster Bürgermeister mit einer starken SPD-Fraktion im Gemeinderat arbeiten und gemeinsam mit den anderen Fraktionen für die Menschen in Gerbrunn viel Gutes erreichen.
Als konkrete Punkte, die bald umgesetzt werden sollen, nannte Wolfshörndl: Neubau eines Kindergartens im Baugebiet Kirschberg II; Anschaffung eines Bürgerbusses für Senioren, Vereine und die kommunale Jugendarbeit; Anlegung eines Natur- und Weinlehrpfads; Schaffung eines behindertengerechten Zugangs zur Gemeindebücherei; Ausweisung von Spielstraßen in Wohngebieten, stärkere Einbindung von Jugendlichen über einen Jugendgemeinderat; Schaffung eines Seniorennetzwerks.
Wir treten ein für eine Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs. Auf Drängen der SPD Gerbrunn konnte bereits ein erster Erfolg erzielt werden: Die Würzburger Straßenbahn GmbH sagte schriftlich zu, bei der Buslinie 14 in Kürze zwei zusätzliche Fahrten anzubieten; eine am Morgen, die andere am frühen Abend. Die Diskussion zum Bau einer Straßenbahn nach Gerbrunn führen wir gerne, aber immer mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen. Luftschlösser zu bauen, wäre unehrlich, betonte der Bürgermeister.
Die Kandidaten nutzten die Gelegenheit zur persönlichen Vorstellung. Für den Gemeinderat auf der SPD-Liste kandidieren in einer guten Mischung von unterschiedlichen Berufen und Interessen sechs Frauen und 14 Männer, darunter sechs amtierende Gemeinderäte, 13 Bewerber sind Mitglied der SPD und sieben sind parteiunabhängig.
Viel Beifall bekamen die Kabarettistin Charlotte Kurth, die das Publikum mit einigen Beiträgen aus ihrem Repertoire unterhielt und außerdem ein Gedicht mit dem Titel »Gerbrunn ist schön« vortrug und das Kabarettduo »Rüdicher und sei Fraa«, das sich passend zum Thema des Abends mit der »Qual der Wahl« in der Wahlkabine beschäftigte.
Karl Loritz